I venti contrari

 

Verschiedene Strömungen italienischer Barockmusik

Ensemble Parnasse mit

Ewa Leszczyńska, Sopran

 

Zum Titel des Programms

 

Das Programm spiegelt die Entwicklung der italienischen Barockmusik vom 17. bis ins 18. Jahrhundert wieder und zeigt unterschiedliche Facetten, die wie gegensätzliche Winde aus verschiedenen Richtungen Italiens kommen und miteinander in Verbindung treten.

Am Beginn stehen frühbarocke Werke von Claudio Monteverdi, Tarquinio Merula, Biagio Marini und Antonio Bertali, die vom starken Kontrast zwischen lyrischen und rhythmischen Elementen leben.

Eine Brücke zwischen der früh- und spätbarocken Periode bilden Arcangelo Corelli und Agostino Steffani. Während Corellis Musik sich durch klassisch-italienische Ausgewogenheit und Kantabilität auszeichnet, integriert Steffani in seine italienische Ästhetik Elemente des französischen und deutschen Stiles.

Der stilistische Bogen endet mit der hochbarocken Kunst von Francesco Maria Veracini und Antonio Vivaldi, die beide auf unterschiedliche Art nach neuen Schattierungen des italienischen Stiles gesucht haben und durch ihre Experimentierfreudigkeit und Individualität die barocke Epoche krönen.

Am Ende des Konzerts kehren die Winde zurück ins 17. Jahrhundert und schließen den Kreis mit Su la cetra amorosa von Tarquinio Merula.

 

 

Programm:

Ewa Leszczyńska (Foto: Maciej Grzybowski)

Claudio Monteverdi

O come sei gentile

Si dolce tormento

Si sguardo sdegnosetto

 

Tarquinio Merula

Folle è ben

 

Biagio Marini

Novello cupido

 

Antonio Bertali

Ciaccona

 

~ Pause ~

 

 

Arcangelo Corelli

Sonate für Violine und BC in E-dur, Op. 5/11

 

Agostino Steffani

Idol mio aus der Oper La lotta d`Ercole con Acheleo

 

Francesco Maria Veracini

Sonata für Violine und BC in d-moll, Op.2/12

 

Antonio Vivaldi

Amato ben, tu sei la mia speranza aus der Oper Ercole sul termodonte

 

Tarquinio Merula

Su la cetra amorosa